PC DIAGNOSE · DATENTRÄGER
Festplatte und SSD
mit smartctl auslesen
Mit smartctl lassen sich detaillierte Gesundheitswerte von SSDs und Festplatten lokal auslesen. Die Anleitung erzeugt eine Textdatei auf dem Desktop – ohne Fernzugriff und ohne automatische Übertragung.
Warum SMART-Werte auslesen?
Windows zeigt für einen Datenträger häufig nur einen vereinfachten Zustand wie „OK“ oder „Healthy“. SMART-Daten enthalten zusätzliche Angaben zu Betriebsstunden, Temperatur, Fehlerzählern, geschriebenen Datenmengen und möglichen Warnungen.
Diese Werte ersetzen keine vollständige Hardwareprüfung, liefern aber eine nachvollziehbare Grundlage für die weitere Diagnose.
Was wird dabei sichtbar?
- Modell und technische Laufwerksdaten
- Temperatur und Übertemperaturereignisse
- Betriebsstunden und Einschaltvorgänge
- gelesene und geschriebene Datenmenge
- Media/Data Integrity Errors
- kritische Warnungen und auffällige Speicherbereiche
- verfügbare Angaben zur Restlebensdauer
Kein Fernzugriff
Die Befehle laufen sichtbar und lokal auf dem eigenen Windows-PC. Es wird kein Fernwartungsprogramm installiert, niemand erhält Zugriff auf Bildschirm, Eingabegeräte oder Dateien und es wird kein Bericht automatisch übertragen.
Die erzeugte Textdatei kann vor dem Versand vollständig geöffnet und geprüft werden.
Schritt für Schritt
- Rechtsklick auf das Windows-Logo.
- „Terminal (Administrator)“ auswählen.
- Die Sicherheitsabfrage bestätigen.
- smartmontools über winget installieren.
- Vorhandene Laufwerke erkennen.
- Den Diagnosebericht auf dem Desktop erstellen.
Befehle
smartmontools installieren
winget install smartmontoolsLaufwerke erkennen
smartctl --scanBericht auf dem Desktop erstellen
smartctl -x /dev/sda > "$env:USERPROFILE\Desktop\SSD_Diagnose.txt"Hinweis: Der Laufwerksname kann je nach Gerät abweichen, zum Beispiel /dev/sda oder /dev/nvme0. Maßgeblich ist die Ausgabe von smartctl --scan.
Bericht prüfen und versenden
Die Datei SSD_Diagnose.txt liegt anschließend auf dem Desktop. Sie enthält technische Laufwerksinformationen, aber keine persönlichen Dokumente, Fotos oder Passwörter.
Öffnen Sie die Datei zunächst selbst. Wenn Sie eine technische Einschätzung wünschen, können Sie den Bericht anschließend bewusst per E-Mail senden.